ZORRO, DIE GESCHICHTE

Alejandro, Stadtpräfekt von Los Angeles, zu dieser Zeit noch spanische Kolonie, hat zwei Söhne, Ramon und Diego. Ramon, der Ältere, ist ein egoistischer und unbesonnener Draufgänger, der nur seinen eigenen Vorteil sucht. Deshalb sieht Alejandro Diego, den Jüngeren, in seiner Nachfolge. Aus diesem Grund schickt er ihn nach Spanien, in der Meinung, dass Diego dort eine gute Ausbildung absolviert.

Dass Ramon, der gemeinsam mit Diego eine harmonische Kindheit verbracht hat, sich daraufhin voller Hass gegen seinen Bruder und seinen Vater wendet, erzeugt die ersten Konfliktsituationen.

 

Diego, in Spanien angekommen, merkt bald, dass er – anstatt zu studieren – sein Glück in einer Halbwelt aus Vergnügungen, Tanz und Musik findet. Dort lernt er das Leben der Zigeuner kennen und verliebt sich in Inez, eine rassige Flamencotänzerin.

 

Auf Umwegen erfährt er, dass Ramon inzwischen den Vater entmachtet und womöglich umgebracht hat. Daraufhin beschliesst er, zusammen mit seinen Freunden aus der Zigeunerwelt nach Amerika zurückzukehren. Er schlüpft in eine Doppelrolle, ist einerseits Diego und wird andererseits als Zorro mit der berühmten Maske zum Rächer der Enterbten und Geschundenen.

 

Im Verlauf des Konfliktes kommt es zu verschiedenen Kämpfen. Inez wird von Ramon umgebracht. Immer bleibt Zorro unentdeckt. Zuerst offenbart er sich Luisa, der gemeinsamen Jugendfreundin. Im entscheidenden Duell mit Ramon behält Diego die Überhand und befreit sein Land vom Tyrannen.

 

Parallelen zur schottischen Robin Hood Legende sind offensichtlich. Das Abenteuerleben fasziniert. Der scheinbar selbstlose Einsatz für Rechtlose und Unterdrückte, der unverwundbare Held, all dies findet sich in beiden Geschichten.

 

In Zorro tritt jedoch eine weitere Dimension hinzu. Gegen den eigenen Bruder kämpfen zu müssen, gibt der Geschichte eine neue emotionale Tiefe. Dass zusätzlich eine Frau zwischen den Beiden steht, lässt den Kampf für die Rechte Ausgebeuteter plötzlich auch zum Kampf um eigene Interessen werden.